Sonderprogramm 2023

Alles Trauma – oder wie?

Für eine traumainformierte und traumasensibilisierte Gesellschaft.
 
In Zeiten wo das Wort Trauma sehr häufig benutzt wird, wollen die vhs Aalen und der YOGARAUM Aalen mit einer Reihe von Veranstaltungen zur Klärung beitragen.
Was hat ein Trauma mit dem Körper zu tun? Können Traumata vererbt werden? Welche Arten von Traumata gibt es? Wie würden wir miteinander reden, wenn wir von unseren Verletzungen wüssten? 
Hat Trauma was mit mir zu tun?
Mit verschiedenen Vorträgen und Workshops wollen wir diese und noch mehr Fragen erforschen.

Februar

10. Februar 2023, 19 Uhr, Yogaraum
Vortrag mit Maria Pasiziel 

Trauma und Körper 

Der Körper als Schüssel für tiefere Veränderungsprozesse 

 

Leben an sich ist vor allem eine somatische Erfahrung. 

Das, was wir als unseren Körper erleben, ist die Ebene, die von Anfang an unser Leben möglich macht. Und unser Körper ist die Instanz, die von unseren frühesten Momenten an immer wieder für unsere Regulation gesorgt hat und bis heute sorgt. Für die Momente, die traumatisch waren, also in denen ein Stressor, eine Bedrohung von außen zu schnell, zu plötzlich, zu intensiv und langanhaltend auf uns eingewirkt hat, als dass es unserem Wachsen und Überleben dienlich gewesen wäre, hat unser Körper Schutzprogramme für unser Überleben entwickelt. Zum Glück. Sonst wären wir heute nicht hier. Wie diese Schutzprogramme bis ins Erwachsenenalter wirken, wie sie unsere Körpergesundheit, unser emotionales Erleben, Denken und Handeln beeinflussen und wie tiefe Veränderungsprozesse über den Körper möglich werden – darum soll es in diesem Vortrag gehen. Der Vortrag enthält sowohl theoretische Inhalte als auch kurze Übungssequenzen um das Gehörte erfahrbar zu machen und zur ganz praktischen Anwendung im Alltag mitzunehmen. 

 

Inhalte: 

-         Entwicklung, Störungen und die Folgen 

-         Körperreaktionen auf traumatische Situationen 

-         Die Überlebens-Schutzprogramme und ihre Wirkung 

-         Wie Veränderung möglich wird 

-         Übungen zu verkörperter Veränderung – ganz praktisch 

 

  Anmeldung: mail@mariapasiziel.de | 0173-9138236 | www.mariapasiziel.de 
Kosten 10€


Maria Pasiziel, *1976, ist seit vielen Jahren therapeutisch tätig. Ihr Weg führte sie dabei von der Musiktherapie über körpertherapeutische Verfahren, Kinesiologie, systemische Ansätze, Tanz- und Ausdruckstherapie schließlich hin zur körperorientierten Traumatherapie. So hat sie inzwischen fast 20 Jahre Erfahrung als Kreativ- und Körpertherapeutin im klinischen Kontext (Schmerztherapie, Palliativbereich, Psychiatrie und Psychosomatik). Heute begleitet sie Menschen in eigener Praxis für Transformation & Traumaheilung sowie als Seminarleiterin. Ihre Begeisterung gilt der Rückverbindung mit dem Leben und der Aktivierung der ganz natürlichen Lebensprinzipien. Diesen Prinzipien Raum zu geben und auf diesem Wege die natürliche Fähigkeit zur Selbstregulation und Integration traumatischer Erlebnisse anzuregen ist ihr ein großes Anliegen.

„Wir sind geboren um zu leben – also lasst uns an unsere Fähigkeit zur Lebendigkeit erinnern und dem Leben Raum geben!


Veröffentlichungen:

Buch: „Trauerräume – Trauer, Ritual und Musik“ - Akademikerverlag, 2006

März

10.-12. März 2023, Yogaraum 

Traumasensibles Yoga – 

“Begegnungen mit der eigenen Sexualität” 

Anmeldung und Info:
Ergänzungsseminar - Traumasensibles Yoga - Begegnungen mit der eigenen Sexualität | TSY Traumasensibles Yoga 

Im Verständnis des Yoga ist die Sexualität Teil und Ausdruck der Lebensenergie. Doch oft erschweren uns der kulturelle und gesellschaftliche Rahmen sowie eigene belastende Erfahrungen den Zugang zu einer entspannten und freudvollen Sinnlichkeit.

Jenseits von moralischer Bewertung einerseits und Leistungsdruck andererseits kann Traumasensibles Yoga dabei unterstützen, die eigenen Bedürfnisse zu erspüren, auszudrücken und zu würdigen.

Sinnlichkeit ist in erster Linie ein innerer Zustand, der aus tiefem Kontakt mit sich selbst entsteht. Feine Atem- und Körperübungen öffnen Wahrnehmungsräume und ermöglichen, diese zu beschreiten, ohne über individuelle Grenzen zu gehen. Auf diese Weise erlangen wir Sicherheit: Bewusste und unbewusste Wunden im Bereich der Sexualität finden Versorgung und Heilung. Es entstehen Leichtigkeit, Offenheit für das persönliche Empfinden und Freude am eigenen Körper. 

Diese Erfahrungen sind grundlegend sowohl für das persönliche Leben als auch für Menschen, die mit Anderen zum Thema Sexualität arbeiten.

Voraussetzung für den Besuch der Ergänzungsseminare ist der Besuch der Grundlagenseminare 1. Das G1 Seminar kann auch als Livestream oder Onlinekurs besucht werden. 

Datum: 10. -12. März 2023| Freitag: 18:00 bis 21:15 | Samstag: 09:30 bis 15:45 Uhr | Sonntag: 09:30 bis 12:45 Uhr
Dozentinnen: Angela Dunemann und Ellen Spillmann
Kursgebühr: 380,00 €
Mindestteilnehmerzahl: 10 Teilnehmende
Ort: Yogaraum Aalen | Gartenstr. 16c | 73430 Aalen | (Eingang über die Friedrichstr. 19)

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Freitag, 24. März 2023, 19 Uhr VHS Aalen/hybrid
Vortrag mit Dr. Anna Gamma

"kollektives und transgenerationales Trauma" 

 

In Zeiten des Umbruchs und grosser innerer und äusserer Veränderung tauchen nicht selten Erinnerungen auf, die weiter zurückreichen als Situationen und Erlebnisse aus der eigenen Lebenszeit. Transgenerationale Erinnerungen sind erschreckend, manchmal auch bedrohlich, wenn sie traumatische Schockerlebnisse beinhalten. Werden sie nicht geheilt und befreit, wirken sie lähmend auf die Persönlichkeitsentwicklung. Eine ähnliche Dynamik zeigt sich auch bei kollektiven Traumata, die unerlöst ein Kollektiv – Familie, Clan, Gender, Hautfarbe, Nation - in seiner Weiterentwicklung behindern. 

In ihrem Vortrag wir Dr. Anna Gamma diese Dynamik beispielhaft beleuchten, Heilungsschritte aus spiritueller Sicht aufzeigen und von Heilungs- und Versöhnungsreisen an Orten berichten, wo Gräueltaten in der Erinnerung der Erde ruhen. 

 

Dr. Anna Gamma ist Unternehmerin, Psychologin und Zen-Meisterin. Sie hält verschiedene Mandate und arbeitet leitend in internationalen Projekten mit. 

Sie ist Mitgründerin des Zen Zentrums Offener Kreis in Luzern, dem sie als spirituelle Leiterin vorsteht. 2015 gründete sie das ANNA GAMMA Instituts Zen&Leadership. 

Literaturhinweis: 

Gamma A.: Wer, wenn nicht ich. Heilung von persönlichen und kollektiven Wunden. Hamburg, Trediton GmbH

Anmeldung und Info: VHS Aalen

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Samstag, 25. März, 18 Uhr, Yogaraum 
Vortrag mit Dr. Anna Gamma

Quellen der Würde 

In der abendländischen Geistesgeschichte fand dieser Wert erst spät Aufmerksamkeit. Im Aufarbeiten des 2. Weltkriegs, sozusagen als Gegenpol zu den Gräueltaten und Schrecknissen, gewann Würde an politischer Bedeutung. So wurde Würde an den Anfang Deklaration der Menschenrechte gesetzt. Doch dies allein genügt nicht. Menschenwürde wird weiterhin im Grossen wie im Kleinen missachtet und mit Füssen getreten. 

In diesem Vortrag wird Anna Gamma den Schwerpunkt auf die Wichtigkeit der Würde für die heutige Zeit und die Zukunft der Menschheit legen. Im Weiteren wird sie den Zugang zu den Quellen der Würde aufzeigen, denn die Erfahrung der Heiligkeit der Würde ist der entscheidende innere Kompass für das friedliche Zusammenleben der Menschen.
www.zenzentrum-offenerkreis.ch
www.annagamma.ch


Anmeldung  und Info:
Margit Kreuzer
Tel.: 07361 975198
Email: info@margitkreuzer.de

Kosten 10€

Mai

Freitag, 05. Mai 2023, 19.30 Uhr, Yogaraum
Vortrag mit Kathrin Funk

Entwicklungstrauma heilen-

eine Einführung in die Prinzipien des NARM-Ansatzes 

Das Neuroaffektive Beziehungsmodell NARM ist ein therapeutisches Werkzeug zur Traumaheilung. Hinderliche alte Überlebensstrategien können sich lösen, die Fähigkeit zur Selbstregulierung wird gestärkt und ein gesünderes Selbstbild kann sich entwickeln.
 Es geht um die Wiederherstellung eines verloren gegangenen Kontakts. Die Erfahrung, in Kontakt mit uns selbst und anderen zu sein, stillt die Sehnsucht, uns durch und durch lebendig zu fühlen. Ist diese Erfahrung eingeschränkt, mindert es unsere Lebendigkeit und genau aus dieser, nicht gleich offensichtlichen Dimension, basieren die meisten psychischen und viele physische Probleme. Leider ist uns oft gar nicht bewusst, welche inneren Barrieren verhindern, dass wir das ersehnte Maß an Kontakt und Lebendigkeit spüren. Barrieren dieser Art entstehen als Reaktion auf zutiefst schmerzhafte Erfahrungen in Verbindung mit Schock- und Entwicklungstraumen. Hier setzt das Neuroaffektive Beziehungsmodell an:
 Mit seiner Hilfe lassen sich einerseits die Barrieren ermitteln, die dieses 
In-Verbindung-Sein verhindern, und andererseits gesunde Ausdrucksformen von Lebendigkeit unterstützen. 
An diesem Abend befassen wir uns mit unserer Fähigkeit zum 
In-Kontakt-Sein mit uns selbst und anderen und ergründen Wege, diesen Kontakt zu vertiefen und mehr Kapazität für Lebendigkeit zu entwickeln und zu fördern.


 „Die spontane Bewegung in uns allen zielt auch Kontakt. Gleich wie zurückgezogen und isoliert wir sein mögen und ungeachtet der Schwere des Traumas, das wir erlebt haben, gibt es - gerade so, wie eine Pflanze sich spontan auf die Sonne zubewegt - in jedem von uns auf der tiefsten Ebene einen Impuls in Richtung Verbundenheit.“ Dr. Laurence Heller 

 

Anmeldung und Infos:
Kathrin Funk
www.heilpraxis-kathrinfunk.de
info@heilpraxis-kathrinfunk.de

Kosten 10€
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Sonntag, 14. Mai 2022 , 10-18 Uhr , Yogaraum

Tagesseminar mit Maria Pasiziel      

Verbunden Sein

Körperorientierte Wege zur Stressregulation und Emotionalen Stabilisierung   


Die meisten von uns kennen das:
Situationen, in denen wir viel stärker als angemessen auf bestimme Auslöser reagieren. In denen wir schnell gereizt sind, uns die Wut packt, wir uns im Fluchtmodus wiederfinden, uns unsicher oder ängstlich fühlen, uns Ohnmacht oder Erstarrung überkommt und wir innerlich irgendwie weg gehen. In solchen Momenten fühlt sich Verbundenheit mit uns selbst und anderen meist weit weg oder sogar unerreichbar an. Und das ist für uns Menschen ein sehr unbefriedigender, stressiger, belastender oder sogar bedrohlicher Zustand. Das muss nicht so bleiben!
Dieser Tag dient dazu, verschiedene körperorientierte Wege und Möglichkeiten kennenzulernen, die helfen sich in solchen Zuständen selbst zu regulieren und wieder in ein Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit zurück zu finden. Es wird viel Raum geben für praktische Erfahrungen zur Selbstregulation welche untermauert werden von theoretischem Wissen zum Thema Nervensystem, Selbstregulation und Traumaintegration. Dabei fließt der langjährige Erfahrungsschatz der Kursleiterin mit Wissen aus den Neurowissenschaften (Polyvagaltheorie, Somatic Experiencing), Bindungsforschung, Kreativtherapie, dem NaturalVoiceHealing, Körper- und Bewegungstherapie mit ein.
 
Sonntag, 14. Mai 2022 | 10-18 Uhr                                                                                                               
Teilnehmerzahl min. 6, max. 14 Personen
Leitung: Maria Pasiziel
Kursgebühr: 120,-€
Anmeldung: mail@mariapasiziel.de | 0173-9138236 | www.mariapasiziel.de 

 

Maria Pasiziel, *1976, ist seit vielen Jahren therapeutisch tätig. Ihr Weg führte sie dabei von der Musiktherapie über körpertherapeutische Verfahren, Kinesiologie, systemische Ansätze, Tanz- und Ausdruckstherapie schließlich hin zur körperorientierten Traumatherapie. So hat sie inzwischen fast 20 Jahre Erfahrung als Kreativ- und Körpertherapeutin im klinischen Kontext (Schmerztherapie, Palliativbereich, Psychiatrie und Psychosomatik). Heute begleitet sie Menschen in eigener Praxis für Transformation & Traumaheilung sowie als Seminarleiterin. Ihre Begeisterung gilt der Rückverbindung mit dem Leben und der Aktivierung der ganz natürlichen Lebensprinzipien. Diesen Prinzipien Raum zu geben und auf diesem Wege die natürliche Fähigkeit zur Selbstregulation und Integration traumatischer Erlebnisse anzuregen ist ihr ein großes Anliegen.

„Wir sind geboren um zu leben – also lasst uns an unsere Fähigkeit zur Lebendigkeit erinnern und dem Leben Raum geben!


Veröffentlichungen:

Buch: „Trauerräume – Trauer, Ritual und Musik“ - Akademikerverlag, 2006 

Juni

Mittwoch, 14. Juni 2023, 19 Uhr, Yogaraum
Vortrag und Gesprächsrunde  mit Constanze Weigle

 

Pränatalpsychologische Erkenntnisse zur Entstehung 
von Traumata am Lebensanfang und ihre Bedeutung für Schwangerschaftsbegleitung und Geburt

 
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Psychoanalytiker Otto Rank zum ersten Mal ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Das Trauma der Geburt“. Mittlerweile ist die Forschung weiter vorangeschritten und es gibt Erkenntnisse aus verschiedensten wissenschaftlichen Forschungsbereichen über die Entstehung von Traumata in der Schwangerschaft und bei der Geburt. Dieser Abend soll einen Einblick geben in unsere früheste Zeit. Es werden Möglichkeiten vorgestellt, wie diese Erkenntnisse in der Begleitung von Schwangeren positiv umgesetzt werden können. Anschließend ist Zeit zum Austausch.

Dipl.-Psych. Constanze Weigle, in eigener Praxis tätig mit dem Schwerpunkt psychische Beschwerden in der Schwangerschaft und im Wochenbett.
Ausbildungen u.a. in tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (nach C.G.Jung), Körpertherapie (Hakomi), Behandlung traumatischer Folgen von Geburt und Schwangerschaft (Karlton Terry), Körperpsychotherapie und Bindung (Thomas Harms) sowie Atemtherapie.
Weitere Infos: www.praxis-weigle.de 


Anmeldung und Info: info@margitkreuzer.de
Kosten 10€

Juli

Donnerstag, 20. Juli, 19 Uhr, VHS Aalen/hybrid
Vortrag mit Joachim Pfahl 

Polyvagaltheorie und Traumasensibles Yoga TSY 

Traumasensibles Yoga (TSY) als körperorientierter Ansatz, die eigene Resilienz in schwierigen Zeiten zu entdecken, Würde und Integrität zurück zu gewinnen

 

Gesellschaftliche Umbrüche und Krisen, wie sie aktuell stattfinden, treffen häufig auf einen unsicheren Kontext – sowohl auf gemeinschaftlicher als auch persönlicher Ebene. Mangelnde Resilienz löst zusätzliche Konflikte aus, Stress und seelische Traumata führen zu elementarer Verunsicherung. 

 

Der Weg zurück zur Selbst-ermächtigung ist lang. Das Wiedererlangen der eigenen Spürfähigkeit und das wieder in Besitz nehmen des eigenen Körpers sind elementare Schritte. 

Traumasensibles Yoga (TSY) ist ein praktisch erprobter und theoretisch reflektierter Ansatz, der Resilienz und Posttraumatisches Wachstum fördert. Durch das Prinzip der achtsamen Körperwahrnehmung werden Prozesse angestoßen, die den vom Er-Leben abgeschnittenen traumatisierten Menschen wieder mit sich selbst in Verbindung bringen.

Der Umgang mit Triggersituationen ist von elementarer Bedeutung. Dadurch können die Prozesse und Zustände des Autonomen Nervensystems besser unterschieden und im Körper gespürt werden. Die an die eigenen Bedürfnisse adaptierten Yoga- und Atemübungen sowie die begleitende Person öffnen einen Raum, diesen Kontakt herzustellen und ihn (z.B. in dem Spüren eines Schmerzes) zu halten. Anstatt wie bisher im Hypo- oder Hyperarousal in der Dissoziation zu bleiben oder in diese flüchten zu müssen, kann über die Präsenz Sicherheit und eine Aktivierung des ventralen Vagusnervs erfahren werden. So können überschießende Reaktionen reguliert und nachhaltig verändert werden.

Das ermöglicht den Zugang und die Integration verletzter innerer Anteile. Diese wieder gefundene Sicherheit stärkt die Resilienz und das Vertrauen in die eigene Person. Das ist die Voraussetzung für Empathie, eine angemessen kritische Haltung gegenüber gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen und ggf. ein konstruktives Mitgestalten. Frieden fängt bei jedem selbst an.

Traumasensibles Yoga findet sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting statt und wirkt in die verschiedensten Institutionen hinein (z.B. Gefängnisse, Flüchtlingsunterkünfte, Heimerziehung, Senioreneinrichtungen, Schulen, Kliniken, Psychiatrien usw.). Das Miteinander praktizieren kann ein Gefühl der Zugehörigkeit und Verbundenheit stärken.

 

Joachim Pfahl, Bachelor of Science of Creative Intelence, Yogalehrer, Meditationslehrer, Trauma-Yogatherapeut, über 40 jährige Tätigkeit im Feld Meditation und Yoga, Ausbildungsleiter der Yogalehrausbildung im VEDA Institut, Mitbegründer TSY Traumasensibles Yoga - Dunemann, Weiser, Pfahl GbR,

Buchautor:  Traumasensibles Yoga 2017 sowie Traumasensibles Yoga – 34 Übungskarten Frühjahr 21 alle bei Klett-Cotta Leben lernen und Der Kern des Yoga bin ich Selbst

Anmeldung und Info: VHS Aalen
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21. -23. Juli 20023 

Traumasensibles Yoga 
“Jeder Mensch kann singen” 

Anmeldung und Info:
Ergänzungsseminar - Traumasensibles Yoga "Jeder Mensch kann singen" | TSY Traumasensibles Yoga 

Singen ist ein wunderbares Lebenselixier, das Menschen dabei helfen kann, die Gesundheit von Körper und Seele zu fördern. Es stärkt die Fähigkeiten, auch belastende Erfahrungen zu bewältigen und zu verarbeiten und bringt uns in Kontakt mit dem Körper und dadurch mit unseren Ressourcen und Potenzialen.
Singen ist Seelenhygiene und Stressprophylaxe.
Im Rahmen des Traumasensiblen Yoga bieten wir unter dem Motto „Jeder kann singen“ ein Ergänzungsseminar an. In diesem 2-tägigen Workshops ermöglichen wir einen tiefen Kontakt mit uns Selbst, unserem Klang und der Stimme, die daraus entsteht, zu vertrauen.

  • Die eigene Stimme finden
  • Atemklärung, Lockerungsübungen
  • Mantra Rezitation
  • Gemeinsames Singen
  • Yoga und Meditation

Datum: 21.-23. Juli 2023 | Freitag: 18:00 bis 21:15 | Samstag: 09:30 bis 15:45 Uhr | Sonntag: 09:30 bis 12:45 Uhr
Dozentinnen: Joachim Pfahl & Michael Pfahl
Kursgebühr: 305,00 €
Mindestteilnehmerzahl: 10 Teilnehmende
Ort: Yogaraum Aalen | Gartenstr. 16c | 73430 Aalen | (Eingang über die Friedrichstr. 19)


September

09./10. September 2023, 10 - 17 Uhr im Yogaraum Aalen
Schreibseminar mit Cristina Wild

Trauma wohnt im Körper und welche Worte finde ich dafür?

 
Wir und unser Körper „haben“ Bauch Herz und Kopf. 
Wenn wir Traumatisches erlebt haben gibt es meist auch Anteile in uns (Bauch, Herz oder Kopf), die nicht betroffen sind.
Ein Grund, warum wir überlebt haben.

Wenn ein Trauma im Körper an dem Ort, wo es wohnt, sein darf, gesehen wird
und Anerkennung findet, ist das schon gut.  „Wir müssen ja nicht alles aufwühlen“, sagen manche. Und tatsächlich müssen und können wir nicht die ganze Vergangenheit aufarbeiten. Doch ist eben aus vergangenen Zeiten einiges in uns aktiv.  Diesem, was da oft im Dunkeln lebt, im Körper einen Platz zu geben kann oft hilfreich sein.  Es anschauen und spüren, kann gut tun, wenn es dosiert geschieht und wenn achtsam und behutsam beachtet wird, ob es gesehen und gespürt werden möchte. In einem weiteren Schritt, trauen wir uns vielleicht, spielen wir damit, Worte und Bilder dafür finden.  Wir schreiben, was in uns lebt, als kurze Geschichte oder Metapher oder einfach, um ihm Ausdruck zu geben. Ein Seminar mit 2 Ansätzen: Zuerst durch eine Begehung, wie in der Aufstellungsarbeit, Bauch Herz und Kopf erkunden und den Fluss der Verständigung zwischen diesen drei Zentren unterstützen als Selbsterfahrung oder im Zuschauen. Und dann in einem zweiten Schritt können diese Erfahrungen dann in Worte gefasst werden. 

Samstag, 09.09.23  09:30 – 19 Uhr mit Mittagspause
Sonntag 10.09.23  09:30 - 12:00 

Cristina Wild

Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Fachärztin, Gestalt-Therapeutin, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation, Ausbildung in Living Compassion Work by Robert Gonzales, Ausbildung in spiritueller Aufstellungsarbeit bei Siegfried Essen, Körpertherapie, Trauma- Arbeit (EMDR) PEP (Prozessorientierte Embodimentale Psychotherapie), Triadenarbeit nach Gabriela von Witzleben, Yoga-Lehrerin seit ca 1988, Spirituelle Praxis und Meditation seit mehreren Jahrzehnten Beschäftigung mit Poesie und das Verfassen von Gedichten. Kreatives Schreiben als Weg (unter anderem mit Anna Platsch)


Oktober

Samstag, 07. Oktober 2023, 10 - 17 Uhr im Yogaraum Aalen
Workshop mit Maria Veronika Kraft

Spuren unserer Lebensgeschichte 
in den faszialen Körperstrukturen

 

Fasziale Strukturen durchziehen den gesamten menschlichen Körper und bilden dabei ein mehrschichtiges Kontinuum - ohne Anfang und Ende. Sie wirken verbindend, schützend und stützend, gewährleisten innerkörperliche Kommunikation und Wahrnehmung. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Biologie der Faszien begeben wir uns auf eine Wahrnehmungsreise in unser Köperinneres und erforschen die energetische und biologische Struktur unserer Faszien:
 Wie können wir unsere Faszien wahrnehmen? Wie wirken sich Gefühle und Emotionen auf die Struktur der Faszien aus? Welche Spuren haben körperlich oder seelisch traumatische Erfahrungen hinterlassen? Gibt es Zusammenhänge zu bekannten Schmerzsymptomatiken? 
 Im Weiteren entdecken wir verschiedene Möglichkeiten, Impulse für die Wiederherstellung eines harmonischen Gleichgewichts in diesen Strukturen zu geben. Kleine Übungen, die der Pflege der faszialen Strukturen dienen, und Tipps für den Alltag zuhause ergänzen die Reise ins Kontinuum der Faszien.

 

Energieausgleich       € 150
 
Anmeldung und Info:
Maria Veronika Kraft
Heilpraktikerin

Integrative Osteopathie
Energetische Heilverfahren

Telefon: 07361 / 923 1 933

Email: info@hp-kraft.de 

November

Freitag, 10. November, 19 Uhr, VHS Aalen / hybrid

Vortrag mit Dr. Barbara Bornheimer 

"Das geht nicht - wegen der Kultur"

 

Das Konzept der Posttraumatischen Belastungsstörung wurde in den USA entwickelt - Grundlage waren Untersuchungen an Vietnam-Veteranen ... und die Beschreibung des Krankheitsbildes führte zu einer Wahrnehmung und zu therapeutischer Hilfe und finanzieller Anerkennung für die Betroffenen.

Wir haben das Konezpt mit bestimmten Symptomen und deren Auslegung in Nord-Europa übernommen.

Doch die klinische Erfahrung zeigt, dass bei Menschen die nicht aus "unserer Region", sondern z.B. aus dem globalen Süden oder aus den Krisengebieten im Osten stammen, andere, "nicht typische" Symptome als Folge einer Traumatisierung entstehen - folglich brauchen sie auch andere therapeutische Konzepte. Diese scheitern dann nicht selten daran, dass die Betroffenen Stigmatisierung fürchten oder aufgrund der "Kultur" aus der sie kommen Angebote nicht annehmen können.

Diese Herausforderungen möchte ich darstellen und diskutieren, verbunden mit der Frage: "Was braucht es ?"

 

Dr. Barbara Bornheimer, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hat viele Jahre eine sozialpsychiatrische Klinik ohne Betten in Frankfurt geleitet.

Sie beschäftigt sich seit langem mit Fragen zu Migration und kultursensiblen Angeboten die berücksichtigen, dass die klassische Krankheitslehre eine der "globalen Nordhalbkugel" ist und dass man offen dafür sein sollte, dass dies manchmal in die Sackgasse führt.

Anmeldung über die VHS Aalen


voraussichtlich im Herbst

Vortrag mit Annagret Kuwertz 

Wie wir sprachen, als wir spürten, wer wir sind 

Über die heilsame Kraft traumasensibler Sprache   

In diesem Vortrag wird deutlich werden, dass unsere Gewohnheiten, miteinander über den dunklen Teil menschlicher Erfahrung zu sprechen, ausgedient haben. 

Wir brauchen, um individuell und kollektiv in einen Wandel kommen zu können, eine Sprache, die wahrhaftig, achtsam, sensibel und wegweisend ist. Wir werden den verschiedenen Ebenen von Sprache auf die Spur kommen und das Phänomen menschlichen Ausdrucksvermögens in seiner Vielfalt bewusst werden lassen.  

 


Workshop mit Annagret Kuwertz und Margit Kreuzer

Über.Wunden 

Wege zur Verarbeitung und Integration von traumatisierenden Lebenserfahrungen  

 An diesem Wochenende werden wir innerhalb einer kleinen Gruppe die heilsamen Prinzipien kennen lernen, die unsere tiefen Wunden in sinnhafte, reiche Lebenserfahrung verwandeln können. Wir wecken unsere innewohnenden schöpferischen Möglichkeiten zur Bewältigung von Belastendem, lernen achtsam und respektvoll mit uns selbst und Anderen umzugehen und entdecken die tiefen Quellen, die uns helfen zu heilen. Der Gesamtrahmen bietet einen Erfahrungsraum in wertfreier und wohlwollender Haltung, in dem jede TeilnehmerIn in ihrem So-Sein willkommen ist. 
Freitag 18-21 Uhr, Samstag 10 - 18 Uhr, Sonntag 10 - 13 Uhr
Teilnehmerzahl mind. 6 max. 8 Personen
Leitung: Annagret Kuwertz
Assistenz: Margit Kreuzer
Kursgebühr: 260€
Anmeldung: info@margitkreuzer.de,  07361/975198

 

Zur Person: 

Annagret Kuwertz, Freiburg (Brsg.)  

Geb. 1950; die frühe Leidenschaft für die kreativ-künstlerische Seite des Menschen erfüllte sich zunächst im Studium der Rhythmik an der Folkwang Hochschule Essen. Das tiefe Interesse an menschlicher Entwicklung, Entfaltung und deren Behinderung führte zu weiteren Aus -und Weiterbildungen, Studien und intensiven Selbsterfahrungen: Dispokinesis, Reiki und Cranio Balancing, Eutonie, Atemarbeit, Feldenkrais, Skan, Systemtheorie und Traumaforschung. 

Seit 30 Jahren Arbeit in eigener Praxis : „Traumainformierte Prozessarbeit“, Gruppenarbeit „Der Weg des Inneren Künstlers“. 
Vertiefung des eigenen spirituellen Weges in christlicher und interreligiöser Tradition. Durchführung und Leitung des Projekts „Trauma und Transformation – TRAFO-Projekt“ im Bildungshaus „Fernblick“ Ch (Katharina Werk Basel). 
Eigenes professionell-persönliches nie endendes Lernen in inspirierender Zusammenarbeit mit KollegInnen in den Feldern Wachstum und Heilung.