Alles Trauma – oder wie?

Für eine traumainformierte und traumasensibilisierte Gesellschaft.
 
In Zeiten wo das Wort Trauma sehr häufig benutzt wird, wollen die vhs Aalen und der YOGARAUM Aalen mit einer Reihe von Veranstaltungen zur Klärung beitragen.
Was hat ein Trauma mit dem Körper zu tun? Können Traumata vererbt werden? Welche Arten von Traumata gibt es? Wie würden wir miteinander reden, wenn wir von unseren Verletzungen wüssten? 
Hat Trauma was mit mir zu tun?
Mit verschiedenen Vorträgen und Workshops wollen wir diese und noch mehr Fragen erforschen.

Februar

Donnerstag, 2. Februar 2023, 19 Uhr, VHS Aalen
Vortrag mit Annagret Kuwertz 

Wie wir sprachen, als wir spürten, wer wir sind 
Über die heilsame Kraft traumasensibler Sprache   

In diesem Vortrag wird deutlich werden, dass unsere Gewohnheiten, miteinander über den dunklen Teil menschlicher Erfahrung zu sprechen, ausgedient haben. 

Wir brauchen, um individuell und kollektiv in einen Wandel kommen zu können, eine Sprache, die wahrhaftig, achtsam, sensibel und wegweisend ist. Wir werden den verschiedenen Ebenen von Sprache auf die Spur kommen und das Phänomen menschlichen Ausdrucksvermögens in seiner Vielfalt bewusst werden lassen.  

03. – 05. Februar 2023 
Workshop mit Annagret Kuwertz und Margit Kreuzer

Über.Wunden 
Wege zur Verarbeitung und Integration von traumatisierenden Lebenserfahrungen  

 An diesem Wochenende werden wir innerhalb einer kleinen Gruppe die heilsamen Prinzipien kennen lernen, die unsere tiefen Wunden in sinnhafte, reiche Lebenserfahrung verwandeln können. Wir wecken unsere innewohnenden schöpferischen Möglichkeiten zur Bewältigung von Belastendem, lernen achtsam und respektvoll mit uns selbst und Anderen umzugehen und entdecken die tiefen Quellen, die uns helfen zu heilen. Der Gesamtrahmen bietet einen Erfahrungsraum in wertfreier und wohlwollender Haltung, in dem jede TeilnehmerIn in ihrem So-Sein willkommen ist. 
Freitag 18-21 Uhr, Samstag 10 - 18 Uhr, Sonntag 10 - 13 Uhr
Teilnehmerzahl mind. 6 max. 8 Personen
Leitung: Annagret Kuwertz
Assistenz: Margit Kreuzer
Kursgebühr: 260€
Anmeldung: info@margitkreuzer.de,  07361/975198

 

Zur Person: 

Annagret Kuwertz, Freiburg (Brsg.)  

Geb. 1950; die frühe Leidenschaft für die kreativ-künstlerische Seite des Menschen erfüllte sich zunächst im Studium der Rhythmik an der Folkwang Hochschule Essen. Das tiefe Interesse an menschlicher Entwicklung, Entfaltung und deren Behinderung führte zu weiteren Aus -und Weiterbildungen, Studien und intensiven Selbsterfahrungen: Dispokinesis, Reiki und Cranio Balancing, Eutonie, Atemarbeit, Feldenkrais, Skan, Systemtheorie und Traumaforschung. 

Seit 30 Jahren Arbeit in eigener Praxis : „Traumainformierte Prozessarbeit“, Gruppenarbeit „Der Weg des Inneren Künstlers“. 
Vertiefung des eigenen spirituellen Weges in christlicher und interreligiöser Tradition. Durchführung und Leitung des Projekts „Trauma und Transformation – TRAFO-Projekt“ im Bildungshaus „Fernblick“ Ch (Katharina Werk Basel). 
Eigenes professionell-persönliches nie endendes Lernen in inspirierender Zusammenarbeit mit KollegInnen in den Feldern Wachstum und Heilung.,

März

10.-12. März 2023 

Traumasensibles Yoga – 
“Begegnungen mit der eigenen Sexualität” 

Anmeldung und Info:
Ergänzungsseminar - Traumasensibles Yoga - Begegnungen mit der eigenen Sexualität | TSY Traumasensibles Yoga 

Im Verständnis des Yoga ist die Sexualität Teil und Ausdruck der Lebensenergie. Doch oft erschweren uns der kulturelle und gesellschaftliche Rahmen sowie eigene belastende Erfahrungen den Zugang zu einer entspannten und freudvollen Sinnlichkeit.

Jenseits von moralischer Bewertung einerseits und Leistungsdruck andererseits kann Traumasensibles Yoga dabei unterstützen, die eigenen Bedürfnisse zu erspüren, auszudrücken und zu würdigen.

Sinnlichkeit ist in erster Linie ein innerer Zustand, der aus tiefem Kontakt mit sich selbst entsteht. Feine Atem- und Körperübungen öffnen Wahrnehmungsräume und ermöglichen, diese zu beschreiten, ohne über individuelle Grenzen zu gehen. Auf diese Weise erlangen wir Sicherheit: Bewusste und unbewusste Wunden im Bereich der Sexualität finden Versorgung und Heilung. Es entstehen Leichtigkeit, Offenheit für das persönliche Empfinden und Freude am eigenen Körper. 

Diese Erfahrungen sind grundlegend sowohl für das persönliche Leben als auch für Menschen, die mit Anderen zum Thema Sexualität arbeiten.

Voraussetzung für den Besuch der Ergänzungsseminare ist der Besuch der Grundlagenseminare 1. Das G1 Seminar kann auch als Livestream oder Onlinekurs besucht werden. 

Datum: 10. -12. März 2023| Freitag: 18:00 bis 21:15 | Samstag: 09:30 bis 15:45 Uhr | Sonntag: 09:30 bis 12:45 Uhr
Dozentinnen: Angela Dunemann und Ellen Spillmann
Kursgebühr: 380,00 €
Mindestteilnehmerzahl: 10 Teilnehmende
Ort: Yogaraum Aalen | Gartenstr. 16c | 73430 Aalen | (Eingang über die Friedrichstr. 19)

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Freitag, 24. März 2023, 19 Uhr VHS Aalen/hybrid
Vortrag mit Dr. Anna Gamma

"kollektives und transgenerationales Trauma" 

 

In Zeiten des Umbruchs und grosser innerer und äusserer Veränderung tauchen nicht selten Erinnerungen auf, die weiter zurückreichen als Situationen und Erlebnisse aus der eigenen Lebenszeit. Transgenerationale Erinnerungen sind erschreckend, manchmal auch bedrohlich, wenn sie traumatische Schockerlebnisse beinhalten. Werden sie nicht geheilt und befreit, wirken sie lähmend auf die Persönlichkeitsentwicklung. Eine ähnliche Dynamik zeigt sich auch bei kollektiven Traumata, die unerlöst ein Kollektiv – Familie, Clan, Gender, Hautfarbe, Nation - in seiner Weiterentwicklung behindern. 

In ihrem Vortrag wir Dr. Anna Gamma diese Dynamik beispielhaft beleuchten, Heilungsschritte aus spiritueller Sicht aufzeigen und von Heilungs- und Versöhnungsreisen an Orten berichten, wo Gräueltaten in der Erinnerung der Erde ruhen. 

 

Dr. Anna Gamma ist Unternehmerin, Psychologin und Zen-Meisterin. Sie hält verschiedene Mandate und arbeitet leitend in internationalen Projekten mit. 

Sie ist Mitgründerin des Zen Zentrums Offener Kreis in Luzern, dem sie als spirituelle Leiterin vorsteht. 2015 gründete sie das ANNA GAMMA Instituts Zen&Leadership. 

Literaturhinweis: 

Gamma A.: Wer, wenn nicht ich. Heilung von persönlichen und kollektiven Wunden. Hamburg, Trediton GmbH 

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Samstag, 25. März, 18 Uhr Yogaraum Aalen
Vortrag mit Dr. Anna Gamma

Quellen der Würde 

In der abendländischen Geistesgeschichte fand dieser Wert erst spät Aufmerksamkeit. Im Aufarbeiten des 2. Weltkriegs, sozusagen als Gegenpol zu den Gräueltaten und Schrecknissen, gewann Würde an politischer Bedeutung. So wurde Würde an den Anfang Deklaration der Menschenrechte gesetzt. Doch dies allein genügt nicht. Menschenwürde wird weiterhin im Grossen wie im Kleinen missachtet und mit Füssen getreten. 

In diesem Vortrag wird Anna Gamma den Schwerpunkt auf die Wichtigkeit der Würde für die heutige Zeit und die Zukunft der Menschheit legen. Im Weiteren wird sie den Zugang zu den Quellen der Würde aufzeigen, denn die Erfahrung der Heiligkeit der Würde ist der entscheidende innere Kompass für das friedliche Zusammenleben der Menschen.
www.zenzentrum-offenerkreis.ch
www.annagamma.ch




Mai

Freitag, 05. Mai 2023, 19.30 Uhr im Yogaraum
Vortrag mit Kathrin Funk

Entwicklungstrauma heilen-

eine Einführung in die Prinzipien des NARM-Ansatzes 

Das Neuroaffektive Beziehungsmodell NARM ist ein therapeutisches Werkzeug zur Traumaheilung. Hinderliche alte Überlebensstrategien können sich lösen, die Fähigkeit zur Selbstregulierung wird gestärkt und ein gesünderes Selbstbild kann sich entwickeln.
 Es geht um die Wiederherstellung eines verloren gegangenen Kontakts. Die Erfahrung, in Kontakt mit uns selbst und anderen zu sein, stillt die Sehnsucht, uns durch und durch lebendig zu fühlen. Ist diese Erfahrung eingeschränkt, mindert es unsere Lebendigkeit und genau aus dieser, nicht gleich offensichtlichen Dimension, basieren die meisten psychischen und viele physische Probleme. Leider ist uns oft gar nicht bewusst, welche inneren Barrieren verhindern, dass wir das ersehnte Maß an Kontakt und Lebendigkeit spüren. Barrieren dieser Art entstehen als Reaktion auf zutiefst schmerzhafte Erfahrungen in Verbindung mit Schock- und Entwicklungstraumen. Hier setzt das Neuroaffektive Beziehungsmodell an:
 Mit seiner Hilfe lassen sich einerseits die Barrieren ermitteln, die dieses 
In-Verbindung-Sein verhindern, und andererseits gesunde Ausdrucksformen von Lebendigkeit unterstützen. 
An diesem Abend befassen wir uns mit unserer Fähigkeit zum 
In-Kontakt-Sein mit uns selbst und anderen und ergründen Wege, diesen Kontakt zu vertiefen und mehr Kapazität für Lebendigkeit zu entwickeln und zu fördern.


 „Die spontane Bewegung in uns allen zielt auch Kontakt. Gleich wie zurückgezogen und isoliert wir sein mögen und ungeachtet der Schwere des Traumas, das wir erlebt haben, gibt es - gerade so, wie eine Pflanze sich spontan auf die Sonne zubewegt - in jedem von uns auf der tiefsten Ebene einen Impuls in Richtung Verbundenheit.“ Dr. Laurence Heller 

 
Kathrin Funk
Infos und Kontakt:
www.heilpraxis-kathrinfunk.de
info@heilpraxis-kathrinfunk.de 



Juni

Mittwoch, 14. Juni 2023, 19 Uhr im Yogaraum
Vortrag und Gesprächsrunde  mit Constanze Weigle

 

Pränatalpsychologische Erkenntnisse zur Entstehung
von Traumata am Lebensanfang und ihre Bedeutung für Schwangerschaftsbegleitung und Geburt


Constanze Weigle, Psychologische Psychotherapeutin 



Juli

Donnerstag, 20. Juli, 19 Uhr, VHS Aalen/hybrid
Vortrag mit Joachim Pfahl 

Polyvagaltheorie und Traumasensibles Yoga TSY 

Traumasensibles Yoga (TSY) als körperorientierter Ansatz, die eigene Resilienz in schwierigen Zeiten zu entdecken, Würde und Integrität zurück zu gewinnen

 

Gesellschaftliche Umbrüche und Krisen, wie sie aktuell stattfinden, treffen häufig auf einen unsicheren Kontext – sowohl auf gemeinschaftlicher als auch persönlicher Ebene. Mangelnde Resilienz löst zusätzliche Konflikte aus, Stress und seelische Traumata führen zu elementarer Verunsicherung. 

 

Der Weg zurück zur Selbst-ermächtigung ist lang. Das Wiedererlangen der eigenen Spürfähigkeit und das wieder in Besitz nehmen des eigenen Körpers sind elementare Schritte. 

Traumasensibles Yoga (TSY) ist ein praktisch erprobter und theoretisch reflektierter Ansatz, der Resilienz und Posttraumatisches Wachstum fördert. Durch das Prinzip der achtsamen Körperwahrnehmung werden Prozesse angestoßen, die den vom Er-Leben abgeschnittenen traumatisierten Menschen wieder mit sich selbst in Verbindung bringen.

Der Umgang mit Triggersituationen ist von elementarer Bedeutung. Dadurch können die Prozesse und Zustände des Autonomen Nervensystems besser unterschieden und im Körper gespürt werden. Die an die eigenen Bedürfnisse adaptierten Yoga- und Atemübungen sowie die begleitende Person öffnen einen Raum, diesen Kontakt herzustellen und ihn (z.B. in dem Spüren eines Schmerzes) zu halten. Anstatt wie bisher im Hypo- oder Hyperarousal in der Dissoziation zu bleiben oder in diese flüchten zu müssen, kann über die Präsenz Sicherheit und eine Aktivierung des ventralen Vagusnervs erfahren werden. So können überschießende Reaktionen reguliert und nachhaltig verändert werden.

Das ermöglicht den Zugang und die Integration verletzter innerer Anteile. Diese wieder gefundene Sicherheit stärkt die Resilienz und das Vertrauen in die eigene Person. Das ist die Voraussetzung für Empathie, eine angemessen kritische Haltung gegenüber gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen und ggf. ein konstruktives Mitgestalten. Frieden fängt bei jedem selbst an.

Traumasensibles Yoga findet sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting statt und wirkt in die verschiedensten Institutionen hinein (z.B. Gefängnisse, Flüchtlingsunterkünfte, Heimerziehung, Senioreneinrichtungen, Schulen, Kliniken, Psychiatrien usw.). Das Miteinander praktizieren kann ein Gefühl der Zugehörigkeit und Verbundenheit stärken.

 

Joachim Pfahl, Bachelor of Science of Creative Intelence, Yogalehrer, Meditationslehrer, Trauma-Yogatherapeut, über 40 jährige Tätigkeit im Feld Meditation und Yoga, Ausbildungsleiter der Yogalehrausbildung im VEDA Institut, Mitbegründer TSY Traumasensibles Yoga - Dunemann, Weiser, Pfahl GbR,

Buchautor:  Traumasensibles Yoga 2017 sowie Traumasensibles Yoga – 34 Übungskarten Frühjahr 21 alle bei Klett-Cotta Leben lernen und Der Kern des Yoga bin ich Selbst


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21. -23. Juli 20023 

Traumasensibles Yoga 
“Jeder Mensch kann singen” 

Anmeldung und Info:
Ergänzungsseminar - Traumasensibles Yoga "Jeder Mensch kann singen" | TSY Traumasensibles Yoga 

Singen ist ein wunderbares Lebenselixier, das Menschen dabei helfen kann, die Gesundheit von Körper und Seele zu fördern. Es stärkt die Fähigkeiten, auch belastende Erfahrungen zu bewältigen und zu verarbeiten und bringt uns in Kontakt mit dem Körper und dadurch mit unseren Ressourcen und Potenzialen.
Singen ist Seelenhygiene und Stressprophylaxe.
Im Rahmen des Traumasensiblen Yoga bieten wir unter dem Motto „Jeder kann singen“ ein Ergänzungsseminar an. In diesem 2-tägigen Workshops ermöglichen wir einen tiefen Kontakt mit uns Selbst, unserem Klang und der Stimme, die daraus entsteht, zu vertrauen.

  • Die eigene Stimme finden
  • Atemklärung, Lockerungsübungen
  • Mantra Rezitation
  • Gemeinsames Singen
  • Yoga und Meditation

Datum: 21.-23. Juli 2023 | Freitag: 18:00 bis 21:15 | Samstag: 09:30 bis 15:45 Uhr | Sonntag: 09:30 bis 12:45 Uhr
Dozentinnen: Joachim Pfahl & Michael Pfahl
Kursgebühr: 305,00 €
Mindestteilnehmerzahl: 10 Teilnehmende
Ort: Yogaraum Aalen | Gartenstr. 16c | 73430 Aalen | (Eingang über die Friedrichstr. 19)