NINA FABER

Dipl.-Psychologin
Hakomi-Therapeutin i.A.
Yogalehrerin


Kursanmeldungen :
Fon: 0172-6762415
praxis-faber@posteo.de

Nina Faber / Yogaraum Aalen

Traumasensibles Yoga

Termine auf Anfrage
Kosten: 135 € (10 Termine)
Ermäßigung auf Anfrage möglich.

Was ist ein Trauma?

Von einem größeren oder kleineren Trauma ist im Laufe seines*ihres Lebens beinahe jede*r betroffen. Als Trauma kann eine Situation bezeichnet werden, die unsere aktuelle Fähigkeit, diese zu bewältigen, übersteigt.
Neben dem Erleben von Unfällen, Gewalt oder körperlicher Bedrohung können auch eine unsichere Beziehung zu Bezugspersonen, emotionale/körperliche Misshandlung oder Vernachlässigung in der Kindheit zu einer Traumatisierung führen.
Als langfristige Folge hat das Nervensystem oft Probleme, sich zu regulieren, das heißt, im gesunden Wechsel von Anspannung und Entspannung hin und her zu pendeln.
Die Betroffenen sind häufig sehr erschöpft, da sie permanent unter großem inneren Druck stehen, der gleichzeitig mit einer hohen muskulären Anspannung verbunden ist. Umgekehrt kann es schwer fallen, sich zu entspannen bzw. Ruhe wird nicht gut ausgehalten oder als nicht erholsam erlebt.

Wie kann traumasensibles Yoga hier helfen?

Traumasensibles Yoga kann dabei unterstützen, Zustände der „wachen Entspannung“ zu schaffen und zu etablieren, in denen das autonome Nervensystem weder „ganz oben“ noch „ganz unten“ ist.
So können die Teilnehmer*innen ihrem Nervensystem dabei helfen, seine Fähigkeiten zu einer feineren Regulierung wieder zu entwickeln.
Dazu muss allerdings bei den Teilnehmer*innen (und ihrem Nervensystem) ankommen, dass die Gegenwart sicher ist. Deshalb wird ein zentraler Fokus auf das bewusste Erleben des gegenwärtigen Moments gelegt.
Das Schaffen einer sicheren Umgebung, in der die Grenzen gewahrt und Wahlmöglichkeiten angeboten werden, ermöglicht es, sich wieder auf sich selbst einzulassen und zu üben, sich besser wahrzunehmen:
„Wie fühle ich mich genau jetzt? Was brauche ich jetzt? Was kann ich jetzt tun, um mich besser, sicherer oder wohler zu fühlen?“

So kann es nach und nach gelingen, wieder ein Gefühl für sich selbst, für die eigene Stärke und Handlungsfähigkeit zu entwickeln.

„Unsere Identität ist wie ein Kleidungsstück, mit dem wir die Nacktheit des Selbst bedecken: In diesem Fall ist es das Beste, dass die Kleidung locker fällt, ein bisschen wie die Gewänder der Wüste, durch die man seine Nacktheit immerzu fühlt. 
So lernen wir, das „nackte Selbst“ von der Kleidung zu unterscheiden, und ihm – allmählich – zu vertrauen.
Dieses Vertrauen in die eigene Nacktheit gibt uns die Kraft, unsere Kleider zu wechseln.“ – James Baldwin